Cultra.TV — 2. November 2014 at 13:27

Den Trigger finden – vom Drehbuch zum Kurzfilm

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Als wir Ende August innerhalb unseres Filmteams beschlossen, einen Kurzfilm zum Thema “Begegnungen” zu drehen, war die Idee schnell gefunden. Doch eine Idee macht noch lange keine gute Geschichte. Und weil das so ist, haben wir uns in den letzten 2 Monaten akribisch an die Erarbeitung eines Drehbuchs gesetzt. In ständigem Austausch mit dem studierten Drehbuchautor Alex und unter Zuhilfenahme der Theorie in Story von Robert McKee entstand so ein Drehbuch für eine Geschichte von etwa 3:00 Minuten Länge mit dem wir so zufrieden waren, dass wir es filmisch umsetzen wollten.

Nachdem das CULTRA.FM Radio in zweitägiger Arbeit zu einer Arztpraxiskulisse umgestaltet worden war und wir über ein Inserat in Facebook und dem Schauspielportal pucksbar.de einen junger Kölner Schauspieler namens Mico für die Hauptrolle gewinnen konnten, begann der erste und einzige Drehtag gestern am 1. November um 11:00 Uhr. Drei Minuten Film klingt dabei erst einmal nach nicht allzu viel Arbeit, aber der Dreh sollte bis 18:00 Uhr dauern. Man kann in solchen Momenten nur erahnen, wie gut eine professionelle Filmcrew miteinander arbeiten muss, um einen Drehtag wie geplant und ohne große Zwischenfälle zu realisieren.

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“Jeder Schauspieler muss im Laufe seiner Ausbildung seinen eigenen, persönlichen Trigger finden” antwortet mir Mico, als ich ihn frage, wie er es schafft im Film von jetzt auf gleich weinen zu können. Als es beim Dreh für ihn soweit ist, verschwindet er mit seinem Ipod für 2 Minuten vom Set, um wenig später in der Stimmung, die er jetzt braucht, wieder aufzutauchen.  Die Sequenz kann beginnen. Kamera, Ton, los!

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Wer diesen Trigger noch nicht gefunden hat, der greift auf die gute alte Zwiebel zurück oder schielt solange bis ihm die Augen tränen, aber die richtige Stimmung ersetzen diese Tricks natürlich nicht.

Während ich diese Zeilen abtippe, sitzen Kameramann Jonathan und Workshopleiter Kaveh zusammen in der Postproduktion. Es geht um Farbeinstellungen, Sounddesign, Schnitt und Filmmusik. Solltet ihr euch jetzt fragen, um welche Story es denn eigentlich geht, warum wir dafür eine Arztpraxis brauchen oder warum Mico weinen muss, dann muss ich euch leider auf die Premiere des Films vertrösten, den wir übrigens auch bei einem Filmwettbewerb einreichen werden. Näheres dazu erfahrt ihr, wenn es soweit ist!

Bis dahin müssen diese Impressionen vom Set reichen!

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