Allgemein, Interview, Workshops — 25. November 2014 at 16:31

Blockseminar in Sachen Band – Ein Interview mit den “Pionisten”

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Für die vier Pionisten waren die letzten 60 Stunden (Stand Montag morgen) ereignisreich und arbeitsintensiv. Denn als Gewinner des diesjährigen CULTRA ROCK TALENTS Coachings folgte auf einen Live Auftritt am Freitag ein zweitägiger Intensivworkshop für die Bandmitglieder Julian, Markus, Raphael und Timo. Nach zwei Tagen ganz im Zeichen der Musik traff ich Sänger und Pianist Julian und Gitarrist Markus für ein kurzes Interview & Resümee des Wochenendes.  Wenn man die beiden Jungs nicht in ihrem Proberaum in Köln antrifft, dann studieren sie gerade Soziologie und Sonderpädagogik an der Uni zu Köln.

cultrablog: Wie fühlt ihr euch gerade?

Markus: Müde, aber auch voller Tatendrang.

cultrablog: Seit wann gibt es die Pionisten und welche Story steckt hinter dem Namen?

Julian: In dieser Form seit Dezember 2013. Rapha, Timo und ich kennen uns schon aus Mannheim, wo wir immer wieder zusammen gejammt haben.

Markus: Der Name entstand auf dem Heimweg einer unserer Proben. Wir fuhren gerade mit der KVB, als mich ein Obdachloser mit Blick auf meinen Gitarrenkoffer fragte, ob ich das Instrument denn auch spiele. Ich sagte “ja”,  worauf er mich verstehen lies: “Wenn du in drei Jahren nicht berühmt bist, verfolge ich dich! Du bist ein Pionist.”

Julian: Und damit war uns klar, wir sind die Pionisten.

cultrablog: Bevor wir auf euer Rock Talents Coaching Wochenende zusprechen kommen. Gibt es ein Coaching Format im deutschen Fernsehen, dass ihr unterstützen würdet?

Markus: Hmm… am ehesten “The Voice”

Julian: Letztendlich geht es in diesen Shows doch nur um das Profilieren der sogenannten „Musik-Experten“. Wer gibt Xavier Naidoo das Recht uns zu sagen, ob die Musik die wir machen gut oder schlecht ist? Ich denke, dass der Weg zu einer erfolgreichen Band harte Arbeit ist. Eine Show, in der weitgehend unbekannte Musiker von jetzt auf gleich ein Millionen-Publikum verwöhnen sollen? Da kann doch nichts neues oder innovatives bei rumkommen. Kulturindustrie ist denke ich hier das passende Stichwort!

cultrablog: Ihr habt euch dieses Jahr das CULTRA Rock Talents Coaching geschnappt. Wie habt ihr die letzten 48 Stunden erlebt?

Julian: Die letzten 48 Stunden waren super spannend! Das war die volle Dröhnung Musik und hat das hat uns richtig gut getan. Wir haben sehr viele Anstöße bekommen und sehr ehrliches Feedback, das hat uns allen echt viel gebracht. Für mich persönlich ging alles sehr schnell vorbei. Freitag der Auftritt, der ehrlich gesagt eher bescheiden gelaufen ist, der Samstag im Proberaum und der Sonntag beim Vocal-Coaching kamen mir vor wie nur wenige Stunden. Ich denke unsere Nachbearbeitungszeit wird deutlich länger dauern als bei manchen Uni-Seminaren, die über ein ganzes Semester laufen (lacht).

Markus: Die Zeit war für die Band sehr gewinnbringend. Die kleinen Tipps waren sehr hilfreich, wenn auch schon vorher theoretisch bekannt. Die Tatsache, dass eine Beurteilung von außen erfolgt, macht das ganze besonders. Die Bereitschaft die Tipps anzunehmen ist sehr hoch, auch dadurch bedingt, dass Profis am Werk sind. Außerdem war das Wochenende sehr anstrengend. Die Konzentration hoch zu halten, und das Transportieren des Bandequipments ist sehr kräfteraubend.

cultrablog: Hattet ihr einen Wunsch an das Wochenende? Wurde er erfüllt?

Markus: Mein Wunsch wurde erfüllt: Unser Schlagzeuger weiß jetzt, dass er die Klappe aufmachen muss und unser „Bandmotor“ ist.

Julian: Ich habe mir gewünscht ehrliches Feedback zu bekommen von einem objektiven Zuschauer der Ahnung von Musik hat und genau das haben wir bekommen. Wir sind alle sehr offen für Kritik. Natürlich freut man sich über Lobhudeleien von Freunden und Familie aber bei so einem Workshop sollte man doch den Fokus auf die Aspekte legen die nicht funktionieren und das wurde genauso auch erfüllt.  

cultrablog: Angenommen ihr wacht eines Morgens auf und neben euch sitzt dieser Torwart aus der Cola-Werbung. Während ihr euch noch fragst, wie er in eure Wohnung gekommen ist, bietet er folgendes an: Du darfst ein Konzert spielen. Wo du willst, wann du willst und mit wem du willst. Wer wäre in deiner Band und wo und wann würdet ihr spielen?

Markus: Mit Jimi Hendrix im Wembley Stadion.

Julian: Mit Rapha, Timo und Markus. Egal wo, egal wann!

cultrablog: Vielen Dank für das Interview!

Hier gibt es noch einen Ausschnitt aus dem Konzert im CULTRA im September. Über die Youtube Seite gelangt ihr auf weitere Lieder!

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