Allgemein, Bücher — 7. Februar 2012 at 14:56

No Cancer Book

by

faultstars
Dear World.

Auf meinem Nachttisch liegt ein Buch, von dem ich zuerst über einen Youtuber erfahren habe. Er ist der Autor. John Green. Er hatte zwei Kapitel schon eine ganze Zeit vor der Veröffentlichung mit der weiten Welt geteilt und mit mir. Gleich drauf habe ich mir das Erscheinungsdatum fett im Kalender markiert und das Buch bestellt. Englisch.

Das Buch hab ich jetzt fertig gelesen. In meinem Kopf und an der Stelle, wo meine ganzen Gefühle sich befinden, bin ich ein bisschen durch den Wind. Nein, mal im Ernst. Ich kann im Moment noch nicht viel zu diesem Buch sagen. Zuerst fiel mir nur ein Zitat aus einem ganz anderen Roman ein:

„Letzte Sätze waren etwas Großartiges. Und dann: Stille. Leere Seiten. Wenn es eine lange Geschichte war, und eine gute, dann fühlte man sich verlassen. Ansonsten legte man das Buch weg, dachte nicht weiter darüber nach und lebte weiter, indem man etwas anderes tat.“ – aus “Rocktage”

Und das Buch ist genau so. Es verlässt einen, ganz plötzlich, ganz unvorhergesehen, wenn man denkt, es bleiben noch ein paar Seiten Text. Es geht jedenfalls um die sechzehnjährige Hazel und ihr Leben. Hazel hat auch Krebs, aber das ist eher allgegenwärtige Nebensache. Manchmal findet man es traurig, manchmal lacht man über ihre Kommentare, und manchmal beneidet man sie sogar. Mehr darf man aber dazu nicht sagen, sonst verliert sich der Reiz der Geschichte, glaube ich. An einer Stelle ganz am Anfang, da heißt es:

“My favourite book, by a wide margin, was “An Imperial Affliction”, but i didn’t like to tell people about it. Sometimes, you read a book and it fills you with this weird evangelical zeal, and you become convinced that the shattered world will never be put back together unless and until all living humans read the book. And then there are books like “An Imperial Affliction”, which you can’t tell people about; books so special and rare and yours that advertising your affection feels like a betrayal.”

Für mich ist “The Fault in Our Stars” sowohl das eine, als auch das andere, und irgendwie auch völlig anders. Und dafür mag ich es. Und für versteckte Phrasen wie “Beautiful couple is beautiful”. ^^

Dear John Green.
Wenn Sie eines Tages diesen Text lesen, weil Sie entweder Deutsch gelernt haben oder Google gut genug ist, ordentlich zu übersetzen: Vielen Dank für dieses ehrliche, ungeschönte, aber immernoch liebenswerte Buch. Es wird definitiv eines meiner Vielgelesenen werden und das wahrscheinlich nicht nur für mich. In Ihrer Verfasseranmerkung kann/soll jeder vorneweg begreifen: “This book is a work of fiction. I made it up.” Vor dem Hintergrund habe ich alles gelesen und muss sagen: Diese Geschichte macht es schwer, sie nicht für die Wahrheit zu halten.

Seriously. Sie haben das wohl größte Talent, die Wirklichkeit überzeugend nachzustellen. Danke.

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