Bücher — 18. Januar 2011 at 14:50

Justin Cronin – Der Übergang

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“Bevor sie Das Mädchen Von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, Die Erste Und Letzte Und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy.”

“Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.”

Der Begriff Zeitgeist definiert die Denk- und Fühlweise einer Generation.
Eine Möglichkeit, diesen Geist zu fangen und ein wenig von ihm zu erfahren wie wir Menschen so ticken, sind Bücher. Ein diffuses Gefühl von Unbestimmtheit und Unsicherheit, aber auch vom Unbekannten das um die Ecke lauert, erfasst einen, wenn man das Buch von Justin Cronin “Der Übergang” liest. Das Grundgerüst des mehr als 1000 Seiten fassenden Romans baut auf einem heutzutage sehr populären Szenario auf.
Die Zombieapokalypse ist da. Der Mensch ordentlich dezimiert, desillusioniert und stur, verweilt trotzig in seinen letzten Rückzugsorten. Nur wenige leben, noch weniger hoffen. Ein kleines Mädchen Namens Amy birgt ein Geheimnis und veranlasst eine kleine Gruppe von Menschen, eine unbestimmte Reise anzutreten. Sie müssen aus einer Not heraus, einen Aufbruch ins Ungewisse wagen und lernen, dass das Unbekannte hinter der nächsten Ecke, neben vielen Gefahren auch Hoffnung und Mut entfachen kann. Der Autor ist sehr nah bei seinen Charakteren, zeichnet ein äußerst präzises Bild jeder einzelnen Persönlichkeit. Als Leser fällt es schwer das Buch aus den Händen zu legen, weil Cronin es äußerst gut versteht den Leser an die Personen im Buch zu binden. Lebt diese Figur auf der nächsten Seite noch? Cronin, bitte lass sie am Leben!

“…Kein hastig hingeschriebener Horror-Schocker, sondern ein ausgefeiltes Werk mit sensibel gezeichneten Charakteren. …Wie der Zerfall unserer Welt hier erzählt wird, ist einfach großartig gruselig.” (Stern )

“Vielleicht hat Cronin ihn wiedergefunden, den Dickens-Code. Sein Buch ist jedenfalls eines, das als Strandschmöker funktioniert und gleichzeitig erstaunliche literarische Qualität besitzt. Es ist eine gekonnte Kombination aus Cormac McCarthys preisgekrönter Apokalypse ‘Die Straße’ und dem Kino-Blockbuster ‘Mad Max’. Eine, zugegeben, sehr schmackhafte Mischung.” (FOCUS )

„‚Der Übergang’ ist kein kleiner Roman, er ist mehr als tausend Seiten lang, er wurde glänzend besprochen und von Stephen King als ‚fesselndes Epos’ gelobt. Und er ist nur das erste Buch einer Trilogie um ein zivilisationsvernichtendes Vampir-Virus, die ein ganzes Millennium umspannt.“ (Berliner Zeitung )


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